GS911

 

 

IAC

 

 

IAC – Leerlaufstellenkalibrierung bei allen CAN-Bus-basierten BMW Motorrädern

 

Bei welchen Modellen wird dies angewendet?

Bei allen CAN-Bus-basierten BMW Motorrädern der F-, K- und R-Serie.

 

Wann benötige ich diese Funktion?

In der Regel wird die Leerlaufstellenkalibrierung durchgeführt, wenn das Motorrad einen schlechten Leerlauf aufweist. Es wird ebenfalls empfohlen, diese Funktion nach dem Entfernen/Austausch einer der Leerlaufantriebe durchzuführen.

 

 

Was macht die Leerlaufstellenkalibrierung?

Nachfolgend finden Sie ein Zitat aus den BMW Release News für den CD25 / CIP13, veröffentlicht Anfang 2009:

„Symptom schlechter Leerlauf: Aktivieren Sie die Einstellungen des Leerlaufdrehzahlstellers

Die Toolbox für die BMS-KP Steuergerätefunktionen bietet für alle CAN-BUS-Modelle mit geringen Leerlauf die Möglichkeit, eine Leerlaufstellgliedanpassung vorzunehmen. Diese Anpassung war bisher nur für Boxer-Modelle verfügbar und wurde nun auf für die K4x- und K7x-Serie freigegeben.

Hier werden beide Leerlaufantriebe der K2x-Modelle durch das Motorelektroniksteuergerät gegen den unteren Anschlag in der Drosselklappenanordnung bewegt, d. H. der Luftkanal ist somit geschlossen. Bei den Modellen K4x und K7x wird der Leerlaufsteller bis zum Anschlag im Ansauggeräuschdämpfer bewegt. Dieser Vorgang ermöglicht dem Steuergerät die genaue Position des Schrittmotors im Leerlaufbetätigunselement zu bestimmen und somit neu anzulernen.

Ziel ist es – im Falle einer Kundenreklamation – zunächst eine Justage ohne Demontage oder Austausch des Bauteils (Dauer <1min) durchzuführen, um den Leerlauf unmittelbar nach einer Probefahrt prüfen zu können.“

 

Sie können dies mit Ihrem GS-911 durchführen!

Die Leerlaufstellenkalibrierungs-Funktion wurde in der Beta-Version 2009 für die R-Serie eingeführt. Seit dem 906 Beta-Release umfasst es auch die Modelle der F- und K-Serie.

 

 

Wie funktioniert der Leerlaufsteller und warum muss dieser kalibriert werden?

Der Leerlaufsteller (IA) ist ein Schrittmotor. Diese Motoren verfügen über keine Positionsrückmeldung, d. h. das Steuergerät hat keine Möglichkeit, die genaue Position des IA festzustellen. Das Steuergerät stellt eine Verbindung mit dem IA her, kann jedoch nicht seine genaue Position festlegen. Das Steuergerät gibt dem Leerlaufsteller (IA) eine Reihenfolge von Schritten vor (X Schritte in die eine oder Y Schritte in eine andere Richtung). Im Laufe der Zeit verschiebt sich das IA jedoch nicht mehr mit der genauen vorgegebenen Schrittanzahl, welche das Steuergerät vorgegeben hat. Dies ist u. a. auf Schmutz, Reibung usw. zurückzuführen. Das Steuergerät denkt sich somit, dass sich der IA in der korrekten Position befindet, während sich dieser in Wirklichkeit an einer anderen Position steht. Das Steuergerät hat somit die Synchronisation mit dem Leerlaufsteller verloren.

 

Die Lösung hierfür ist die Leerlaufstellenkalibrierung. Bei der R-Serie werden die IAs mehrere Male in die vollständig geschlossene Position geführt. Das Steuergerät verwendet dies dann als geschlossen Ausgangsposition. Nun hat es einen bekannten Bezugspunkt, von dem aus der Steller angesteuert werden kann.

 

Die IAs der R-Serie arbeiten ähnlich wie die Leerlaufschrauben der R1150 und R1100 Motoren. Beim Drosselklappengehäuse der R1200 Modelle gibt es zusätzlich noch eine Leerlauf-Bypasskanal. Der IA ist in diesem Fall ein “Pluger“-Typ, d. h. er bewegt sich senkrecht zum Leerlaufluftkanal, verursacht hier ein Hindernis und steuert somit die Menge an Luft, die durch diesen Kanal geleitet wird.

 

Hier finden Sie noch mehr nützliche Informationen über die Synchronisierung von Leerlaufantrieben und Motoren.

http://bmwsporttouring.com/ubbthreads/ubbthreads.php?ubb=showflat&Number=540639